Wetter
Sechs Wettermodelle, für deinen Gipfel aufbereitet — statt des Werts an einem Gitterpunkt, der für das Tal daneben gilt. Wie jede Zahl entsteht, steht offen im Methodenpapier.
Nicht das Wetter im Tal entscheidet, sondern was in deiner Höhe passiert:
- Wind und Böen
- ob man auf dem Grat handlungsfähig bleibt
- Gefühlte Temperatur
- Kleidung, Reserven, Umkehrpunkt
- Neuschnee
- wie viel oben dazukommt
- Nullgradgrenze
- Regen oder Schnee, Vereisung
- Sonnenscheindauer
- Firnzeitpunkt und trockener Fels
- Gewitter
- das Zeitfenster für den Gipfel
Nicht der Wind kippt die Tour, die Böe
Oben der Mittelwind, in Klammern die stärkste Böe — oft die Zahl, die eine Tour kippt. Gefärbt wird nach der Böe: ab 60 km/h orange, ab 80 rot. Welche Luftschicht zählt, richtet sich nach der Gipfelhöhe.
Was das Thermometer sagt, und was der Körper spürt
Was das Thermometer misst, ist nicht, was am Grat ankommt — den Unterschied macht der Wind. Höchst- und Tiefstwerte werden nicht gemittelt: Ein Modell, das eine Frostnacht vorhersagt, soll nicht im Durchschnitt verschwinden.
Wie viel Schnee oben ankommt
Die meisten Modelle rechnen ihren Gitterpunkt hunderte Meter tiefer als den Gipfel, wo statt Schnee Regen fällt. Wie viel oben ankommt, rechnen wir für die Gipfelhöhe.
Der Moment, in dem Regen zu Schnee wird
Die graue Linie ist die Regen-Schnee-Grenze: darüber rote Balken, darunter blaue. Jede Höhenstufe wird einzeln bewertet — am Gipfel Schnee, weiter unten Regen, im selben Zeitfenster. Die Zahlenzeile bleibt die gewohnte Nullgradgrenze. Sie liegt höher, weil fallender Niederschlag sich unterwegs abkühlt. Gezeigt werden nur Höhenstufen, für die die Modelle in dieser Höhe rechnen — je nach Berg sind das zwei oder drei.
Gewitterrisiko als eine Zahl
Fünf Größen, eine Zahl: wie gewitterfähig die Lage ist. Rot ab 4. Keine Blitzwahrscheinlichkeit, sondern ein Hinweis darauf, welches Zeitfenster man besser meidet.
Was die Wetterdienste selbst sagen
Über der Vorhersage laufen die amtlichen Warnungen der nationalen Dienste mit — für das Warngebiet, in dem dein Standort liegt, statt als pauschale Übersicht für ein ganzes Land.
Wie sicher ist das überhaupt?
Die Wahrscheinlichkeit ordnet die Mengen darüber ein — dieselben Zentimeter bedeuten bei hoher Wahrscheinlichkeit etwas anderes als bei niedriger. Statt einer Null steht „unter 1 Prozent“: Eine Null läse sich als Zusage, und die gibt die Zahl nicht her.
Zehn Tage, vier Blöcke pro Tag
Für die längere Sicht vier Sechs-Stunden-Blöcke je Tag. Ab Tag drei zählen die globalen Modelle mehr — ab Tag sechs sind die regionalen Alpenmodelle außer Reichweite.
Woraus die Zahlen kommen
Sechs Modelle, drei davon regional gerechnet — mit 2,2 bis 6,5 km Maschenweite statt 13 bis 25 km. Die feine Auflösung bildet Täler und Kämme ab, die groben reichen weiter in die Zukunft — deshalb laufen beide nebeneinander.
In der App sind sie einzeln an- und abschaltbar — die Zahlen zeigen dann, was die gewählten hergeben. Fehlende Modellwerte zählen dabei nicht als Null, sondern fallen aus der Mittelung heraus. Eine Ausnahme ist das Gewitterrisiko: Zwei seiner Eingangsgrößen liefert nur ein einziges Modell — es rechnet deshalb immer über alle, die Daten haben.
- ICON D2
- DWD · 2,2 km · 48 Stunden
- ICON EU
- DWD · 6,5 km · 5 Tage
- AROME
- Météo-France · 2,5 km · 48 Stunden
- ECMWF IFS
- ECMWF · 25 km · 10 Tage
- AIFS
- ECMWF · 25 km · 10 Tage
- GFS
- NOAA · 13 km · 10 Tage
1600 Bergstationen zur Einordnung
Zur Vorhersage kommen aktuelle Messwerte: Stationen oberhalb 800 m aus 19 Netzen im Alpenraum. Die nächstgelegene steht in der App direkt unter der Vorhersage.
Sie zeigt, was am Berg gerade tatsächlich gemessen wird — die Lage vor Ort neben der Vorhersage. Höhe, Geländeform und Exposition der Station können dabei vom Gipfel abweichen.
- 🇨🇭 Schweiz
- SLF IMIS · MeteoSchweiz
- 🇦🇹 Österreich
- GeoSphere Austria
- 🇩🇪 Deutschland
- DWD
- 🇮🇹 Italien
- Bozen · Trient · Piemont · Lombardei · Venetien · Aostatal · FVG
- 🇫🇷 Frankreich
- Météo-France
- 🇸🇮 Slowenien
- ARSO
Und wie das gerechnet wird, steht offen da
Zwischen der Ausgabe eines Wettermodells und einer Zahl für einen benannten Gipfel liegen mehrere Schritte: Auswahl, Gewichtung, Umrechnung, Korrektur. Das Methodenpapier beschreibt sie vollständig — mit Quellen, mit allen gesetzten Konstanten und mit einer Einordnung, wie belastbar jede einzelne Größe ist.
Methodenpapier lesen (PDF)Datenquellen: Modelldaten über eine eigene Open-Meteo-Instanz — ICON EU und ICON D2 (Deutscher Wetterdienst), AROME (Météo-France), IFS und AIFS (ECMWF), GFS (NOAA). Messwerte von SLF IMIS, MeteoSchweiz, GeoSphere Austria, DWD, Météo-France, ARSO sowie den Landesdiensten von Südtirol, Trentino, Piemont, der Lombardei, Venetien, des Aostatals und Friaul-Julisch Venetiens. Amtliche Warnungen über MeteoAlarm. Die abgebildeten Vorhersagen stammen vom 9. September 2026.