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Schnee-Fallback

Wenn ein Modell Niederschlag vorhersagt, aber keinen separaten Schneefall liefert (z.B. AROME), greift der Fallback-Algorithmus:

s=R×K(T)×M(v)×D(zf,zp)s = R \times K(T) \times M(v) \times D(z_f,\, z_p)

SymbolBedeutung
RRRegenmenge (mm)
K(T)K(T)Kuchera-Ratio: temperaturabhängiges Schnee-Wasser-Äquivalent
M(v)M(v)Wind-Modifikator: starker Wind → dichterer Schnee
D(zf,zp)D(z_f, z_p)Dämpfung: reduziert Fallback wenn Nullgradgrenze knapp über Standort

Kuchera-Ratio K(T)K(T)

Das Schnee-Wasser-Äquivalent hängt stark von der Temperatur ab. Kältere Luft produziert leichteren, voluminöseren Schnee:

TemperaturRatio
0 °C8:1
−2 °C12:1
−10 °C20:1 (Maximum)

Zwischen den Stützstellen wird linear interpoliert.

Wind-Modifikator M(v)M(v)

Starker Wind komprimiert Schneeflocken und erhöht die Dichte. Der Modifikator reduziert das Verhältnis:

  • < 20 km/h: Faktor 1.0 (kein Einfluss)
  • 20–40 km/h: linear abfallend
  • ≥ 40 km/h: Faktor 0.7 (30 % Reduktion)

Nullgradgrenze-Dämpfung D(zf,zp)D(z_f, z_p)

Wenn die Nullgradgrenze knapp über dem Standort liegt, ist Schnee unwahrscheinlich. Die Dämpfung reduziert den Fallback gleitend:

  • Nullgradgrenze ≤ Standort: Faktor 1.0 (voller Fallback)
  • Nullgradgrenze ≥ Standort + 300 m: Faktor 0.0 (kein Fallback)

Die Nullgradgrenze wird als Durchschnitt von ICON EU, ICON D2 und GFS berechnet.

Niederschlagsphase

Jedes Modell wird einzeln klassifiziert in Schnee, Regen oder Mischphase:

  1. ECMWF-Niederschlagstyp hat Vorrang (gefrierender Regen, Nassschnee)
  2. Nullgradgrenze relativ zur Standorthöhe (±300 m Übergangszone)
  3. Verhältnis Schneefall zu Regen im Modellergebnis

Nur Modelle in der Phase «Schnee» oder «Misch» tragen zum Schnee-Durchschnitt bei, und umgekehrt für Regen.